Mi

22

Jun

2011

Kieler Woche - Ocean Jump 2011

 

So hieß die Mission des letzten Wochenendes!

Als in Berlin bei 26 Grad die Sonne gelacht und die Luft gestanden hat, habe ich mich von Basti dazu breitschlagen lassen, mit in seine Heimatstadt Kiel zu kommen und beim Ocean Jump 2011 mitzumachen.

Die Videos sahen spaßig aus und es machte sich bereits beim angucken Adrenalin breit. Allerdings auch eine gehörige Portion Respekt, denn das Ganze war hoch, weit und das Wasser härter, als man denkt. (Ganz zu schweigen, von meinem nicht vorhandenen Trick-Repertoire).. ;)

Vor zwei Jahren hatte ich meine erste Erfahrung mit dem freien Flug ins Wasser gemacht, allerdings war der Kicker dort nur etwas höher als 1 Meter und das ganze eher eine undercover Spaßaktion. An diesem Wochenende aber lag allein die Absprungkante lag bei 4 Metern Höhe und nebenbei war die Kieler Woche der größte Event des Jahres in der Hafenstadt, was uns mehrere Tausend Besucher bescherte… Na das konnte was werden!

Mit dem weißen Aikomobil machten wir uns Freitagabend auf, Richtung 17° und Regen – Kiel. Ich muss ehrlich gestehen, dass sich meine Motivation irgendwo zwischen den vielen grauen Wolken verlor, denn es war echt arschkalt und ich fror schon in dickem Pulli und Mütze, ganz ohne nass zu sein. Aber kneifen war jetzt auch nicht mehr drin, da musste ich also durch!

Am Samstagnachmittag ging die Qualifikation los. Training war am Freitag um 17 Uhr, da es für uns aber zu der Zeit noch Arbeiten hieß, war die Quali gleichzeitig unsere Premiere auf der Rampe. Jeder bekam einen Probesprung, die folgenden drei wurden gewertet.

Während meines ersten Fluges hat mich die wahnsinns Zeit in der Luft etwas überfordert, bei mir setze das reflexartige Suchen nach der Landung und Eintauchen ein, was in diesem Falle natürlich völliger Quatsch war…

Ein Probesprung war wenig um sich wirklich auf das Fahrrad, den Absprung, Airtime und „Landung“ einstellen zu können, aber trotzdem ging es jetzt um Punkte und so versuchte ich mich beim zweiten Lauf an einem Onehand.

... etwas durch, Basti freut sich ... etwas durch, Basti freut sich

Am liebsten hätte ich noch ganz andere Tricks gemacht, aber da das völlig neu für mich war, beließ ich es danach bei einem Onehand-onefoot. Den „Trick“ bekam ich zwar auf die Reihe, aber ich landete wieder nicht hecklastig genug, sodass mir nun endgültig der Schädel brummte und auch ordentlich die Nase blutete. Sah spektakulärer aus, als es war, aber natürlich wurden schlagartig die Fotoapparate gezückt...

 Da wir über 20 Leute waren verging immer einiges an Zeit, bis der nächste Lauf kam, sodass ich zum Ende hin verdammt durchgefroren war. Neben den Kopfschmerzen hatte mir das gehörig den Spaß an der Sache verdorben, denn die Kombination aus nass, kalt und Aua ließ die Motivation gegen Null sinken.

Letztendlich kam ich nicht durch die Quali, da ich in der Jungsklasse gestartet bin und mich gegen diese mit nem onehandonefoot natürlich nicht behaupten konnte ;)

Ehrlich gesagt hätte ich mich aber nicht darum gerissen, ins Finale zu kommen, denn das Wetter verschlechterte sich und es regnete ununterbrochen bei 13 Grad. Dass mein Kopf noch dröhnte und ich mich für „krassere“ Tricks vor dem Publikum noch nicht gewappnet fühlte kam dann noch dazu..!

 

Aber es war echt ein spannendes Wochenende, ich habe neue Erfahrungen gesammelt und jede Menge coole Leute kennen gelernt! Seid gespannt, was sich in nächster Zeit daraus entwickeln wird :)