Mi
19
Okt
2011
Eigentlich wollte ich ja schon im Sommer zur WM in die Schweiz, durch meinen Sturz beim MDC in Stollberg wurde daraus leider nichts... Ein paar Wochen nach der WM war ich dann schon wieder zur Prüfungsvorbereitung an der Uni in Cottbus. Um mich aber von Massenträgheitsmomenten und D-FlipFlops ein bisschen abzulenken stieß ich auf eine Ausschreibung für einen MTB-Fotoworkshop in der Schweiz. Anfangs dachte ich mir: "Wird doch eh nichts draus, bist ja noch auf Krücken unterwegs..." Nach ein paar Tagen hab ich dann aber doch einfach mal ein Bild zur Bewerbung Hochgeladen.
Und nach einer Woche war ich dann auch wirklich dabei. Am zweiten Wochenende im Oktober bin ich dann runter in die Schweiz geflogen. Das Ganze war so gedacht: 10 Nachwuchsfotografen haben die Möglichkeit mit 4 Fotofahrern zu shooten und bekommen von 2 Profifotografen Tipps und Tricks gezeigt. Am Freitag war ich in der Gruppe "Available Light" mit Hoshi Yoshida unterwegs, die Aufgabe war also, ohne Blitze mit gegebenem Licht das Beste rauszuholen. Die Bilder die ich vorher aus Lenzerheider gesehen hatte, sahen nach einem schönen Ort für gute Fotos aus. Da es aber fast den ganzen Tag geschneit hat, haben wir von den Bergen nicht viel gesehen.
Am Samstag hatten wir dann Große Blitze zur Verfügung und waren mit Phillip Ruopp auf Motivsuche. Da es noch mehr geschneit hat, sind wir erst gar nicht mit der Gondel hochgefahren, sondern haben unten im Wald nach Spots gesucht. Es war schon echt Anspruchsvoll mit Krücken am Berg und durch Schnee, aber die Dinger hatten erstaunlich viel Grip, Winterreifen Quasi. Wir waren jeweils vormittags und mittags draußen am Berg unterwegs und haben dann nachmittags die Bilder fertig gemacht und ausgewertet. Sonntag war nicht mehr so viel Zeit und wir haben uns mit Portraits beschäftigt. Im Nachhinein kann man eigentlich gar nicht mehr von einem Workshop reden, es war viel mehr ein Camp.
Ich denke man kann es sogar mit den Mädelscamps vergleichen, wo die Mädchen unter sich sind und dadurch viel mehr und schneller was Neues lernen. So ähnlich war das auch bei uns, das ganze völlig ohne Konkurrenz oder Druck. Wie beim Radfahren verbessert man sich dadurch, dass man sich von jedem etwas abguckt und inspirieren lässt und am Ende seinen eigenen Style draus macht. Ich denke wir haben uns viel mehr untereinander etwas beigebracht, als wir von Philip oder Hoshi gelernt haben, trotzdem war es schön, das man immer mal die beiden nach einem Tipp fragen konnte.